Der Geist und die Dunkelheit

10. Dezember 2012

Wenn es hell ist
sehe ich Alles,
Meine Worte sind groß
und es kondensiert meine Zuversicht am Firmament.

So reite ich über das weite Land
und mein Pferd bringt mich immer nach Hause zurück.

Dann wird es dunkel
und ich sehe Nichts,
es regnet aus dem Himmel.
Selbst mein Pferd steht  ratlos im Nebel
und findet keinen Weg zurück.
Zu Hause ist eine Erinnerung die kaum noch wärmt.

Augen die ich nicht sehe
sehen mich.
Eine Stimme die ich nicht höre
hört mich.
Ich stehe in der Dunkelheit
und bin erkannt.
Gott schleicht im Finstern
und macht mir das Gegenteil von Angst.

Dann dämmert mir,
dass der helle Tag kein zu Hause war
und die dunkle Stunde nicht das Ende
sondern beides ist der lange Weg

zur letzten Treppe.

Action und Natur

27.Dezember2011

Ich war im Dezember in einem ausverkauften Filmabend
über die neuesten Naturabenteuer(er).
Es war ein stripteese der Eroberer.
Da entkleiden die Helden , gespickt mit Kameras, ihre Seele
und reissen dabei den Zauber mit von den Bergen.
Wie auf einem mit Helikoptern gefesselten Riesen
balzen sie ihren Siegestanz,
trampeln auf seiner Würde
um ihn als Poduim für das Ego zu misbrauchen.

Wer verneigt sich vor der Natur?
Wer bringt Ehrfurcht zurück und hält sich klein?
Wer kann ein Geheimnis bewahren
und wessen Reichtum liegt nicht in der eigenen Ehre?

Es gibt das Liebesgeflüster
zwischen der Schönheit der Erde und dem Abenteurer,
die heiligen Momente und Orte mit Glanz
die ihren Wert im Geheimnis haben
und nicht im Eintrittsgeld der Städte.

Drinnnen oder Draußen

25.Dezember2011

Unter freiem Himmel leben
und dann in ein Haus müssen
wo es niemals regnet,
und die Sonne nur durch Fenster kommt.
Es ist windstill im Menschengebäude.
Das Abenteuer wird einem abgenommen
um es in Gebete zu packen
und in Veranstaltungen zu verstauen.
Da wird vom Himmel geredet
Man sieht aber nicht durch die Decke,
Alles ist abgedeckt und in verordnete Portionen dosiert.
Die werden verabreicht
und Alle haben Hunger nach mehr.

Oder Draußen leben
wo der Regen bis auf die Haut geht
und der Wind das Haar zerzaust.
Im Dunkeln leuchten dort die Sterne
und die Sonne scheint wann sie das will.
Man trägt und wird stark oder
fällt und liegt auf der Erde der man entnommen ist.

Dort wird von oben eingeschenkt
der Becher läuft über,
satt!

Religionen

Es ist mir ein Rätzel:
wie kann man Religionen gründen,
wenn man auf der Erde selber Väter oder Mütter ist!

(wenn meine Kinder  mit Ritualen,
immer den gleichen  Liedern
und ständiger Ungewissheit Willfort zu heißen,
versuchen meine Gunst zu erlangen –
dann wird es Zeit für eine Familien Therapie!)

12 Juli 2011

Erzählen oder Schweigen

Ein Fehler ist es zu erzählen,
wenn man nicht gefragt wurde.

(den habe ich kürzlich gemacht)

da sollte ich lieber schweigen
wenn das Glück sich immer tiefer in mich kehrt.
Worte erscheinen dann wie Pferde
die es rausziehen sollen
ohne es wirklich zu berühren.

Wenn ich die Worte dazu benutze,
reissen sie sich los, gallopieren durch den Raum
und lassen mich doch alleine zurück
-mit Gott.

(ist auch besser so
sonst hätte ich vieleicht
unser Glück verkauft)