Bis ins Ziel


18.Juli 2012
Manche inneren Bilder gehen einem einfach nicht aus dem Geist:
So wie der, der bis ins Ziel läuft und das Licht mitbringt.
Tag für Tag male ich ihn im Kopf,
hab die Ölkreiden schon auf das Papier gerieben,
bevor ich Ruhe fand sie in die Hand zu nehmen
und das Blatt immernoch weiß im Atelier lag.

Das Warten ist die großte Kunst,
das Anfangen aufregend
und das Malen die Erleichterung.

Licht mitbringen (Ölkreide auf Aquarellpapier 105cm x 64cm)

Fehler

26.April 2012… hab mal nachgedacht:
das beste was mir passiert ist
waren meine Fehler:
peinliche Fettnäpfe,
unangenehme Situationen
die meine Enge,
meine Bosheit
und Niedrigkeit
plötzlich deutlich sichtbar machten.

Da war ich unsicher
elends ratlos
auf freiem Feld ohne Versteck
wie ne Schidkröte ohne Panzer
zu Recht alleine mit mir

und ganz nahe an großer Liebe
von Gott!

Anders sehen


Als ich etwas länger auf das letzte Bild gesehen habe
welches ich unter „wilder und freier malen “ kommentiert hatte, (hier weiter unten im blog)
dachte ich mir:
das ist noch lange nicht frei.
Es ist schön, aber ich klebe noch am Tisch.
Die Schwerkraft bestimmt darüber wie ich Sachen sehe
und zwar ziemlich so wie ich sie immer schon gesehen habe.
Es beschreibt eher den Versuch sich loszureißen.

So kann man aber  nichts Neues entdecken, denke ich.
Also schaue ich mir das ganze mal ohne Schwerkraft an …

Der dreiarmige Leuchter steht fest und leuchtet hell:
Gott ändert sich nicht,
aber er denkt nicht nur mit Schwerkaft.
Nur ein Bisschen denken wir er,
und schon ahnt man Neues.
I like it!

21.April 2012
Holzbeizen + Ölkreiden 155cm x 110cm

Wilder und freier malen


Es ist immer das gleiche:
Wenn man selten malt
bekommt man Herzrasen, wenn man endlich Zeit hat
die langdurchdachte Inspiration aus ihrer Heimat auf diese Erde zu malen.

Dann ist man zu brav
oder sag ich lieber:
Dann bin ich zu brav,
zu konrtolliert,
ich klebe noch an dem was ich hier sehe.
Nach dem ersten Bild merke ich das, und es nervt
es lässt mir keine Ruhe:
wilder, freier, dem Inneren näher
riskanter, der Fantasie und der Vision treuer

So kommt mir diese 2. Version vom Tisch der Zeit vor.

Im Video erkläre ich das ein wenig, mitten im Bild….

 

 

 

Drinnnen oder Draußen

25.Dezember2011

Unter freiem Himmel leben
und dann in ein Haus müssen
wo es niemals regnet,
und die Sonne nur durch Fenster kommt.
Es ist windstill im Menschengebäude.
Das Abenteuer wird einem abgenommen
um es in Gebete zu packen
und in Veranstaltungen zu verstauen.
Da wird vom Himmel geredet
Man sieht aber nicht durch die Decke,
Alles ist abgedeckt und in verordnete Portionen dosiert.
Die werden verabreicht
und Alle haben Hunger nach mehr.

Oder Draußen leben
wo der Regen bis auf die Haut geht
und der Wind das Haar zerzaust.
Im Dunkeln leuchten dort die Sterne
und die Sonne scheint wann sie das will.
Man trägt und wird stark oder
fällt und liegt auf der Erde der man entnommen ist.

Dort wird von oben eingeschenkt
der Becher läuft über,
satt!

Mein Advent

Als Weihnachten war, wusste es auch kaum einer.
Manche Tage sind so dunkel,
sie leben davon, dass sie vorbei gehen,
ihr Wert liegt im Überstehen
und ihre Farbe im Kontrast zum Guten.

Ich will meinen Schatten überspringen
und lande im Dunkel,
wollte aus dem Loch
und stehe nackt im Wind.
Will das eine verlassen und erreiche das andere nicht.
Ich kenne das schon:
So ist es immer wenn sich das Gute aufmacht zum Schlechten.
Meine Blamagen sind das Morgengrauen meiner Erfolge und des Glücks.
Das ist mein Advent!

 

Bildertalk 1

So, hier ist der erste teil meiner Videoserie
in der ich über meine Bilder rede.
Wie es zur Inspiration kam,
wie ich male
und was die Bilder für mich bedeuten.

Bitte habt Geduld mit der Qualität,
das kann immer besser werden.

Jeder Film ist ca 10 min lang,
weitere Teile folgen die Tage.

enjoy!