Wir sind nicht nur wir,

…wir sind auch ein Bisschen Alles
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So besonders wir auch meinen zu sein,
in uns wiederholt sich Alles schon über Jahrtausende
und was am Bug der Zeit nach Fortschritt aussieht,
lässt das Schiff am Heck schon wieder sinken.
Was mit Allem hier passiert,
passiert auch mit uns:
Wir entstehen und vergehen.

Trotzdem ist das Dazwischen
unsere Chance.

Hier.

Auf dem Weg zu mir

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eigentlich wollte ich ein altes Bild weiß übermalen, weil es mir noch nie richtig gefiel. Plötzlich erzählt es mir seine Geschichte:
Mein Haus im Sturm und auf dem Wasser geht einer. Bin es ich oder ist es er – oder sind es wir beide? Es ist wohl das Leben … hier wo man noch nie ganz zu Hause ist…
In einem kleinen Video versuche ich das im Atelier in Worte zu fassen. Wer 3 Minuten „Besinnung “ brauchen kann….

Wenn mich die Ecke anschaut …

…dann sehe ich plötzlich was. Weil gerade Urlaub ist, habe ich das dann gleich gebaut.
Es heißt:
„Wir sind nicht nur wir,
wir sind auch ein bisschen Alles“.

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… nachdem ich den oberen Flur bei uns renoviert habe
und länger auf diese schönen weißen Eckwände geschaut habe …

30.August 2014

Jäger der toten Werke und Kunstflüsterer

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Oktober 2013

Was ich gerade so über die Kunst denke:

Erschaffen macht mich glücklich
die Zeit scheint zu kurz für die Ideen,
der Körper zu schwach
und die Realität zu hart

um mit Geduld die Werke zu empfangen
die ihre Zeit brauchen
um durch den engen Geist eines Menschen auf die Erde zu kommen.

Erschaffen belebt wie ein Rausch,
und frustriert wie ein Fußtritt.
Disziplin ist das Richtige, aber nur für diese Seite
denn das Werk kommt von der Anderen
und trägt die Freiheit und Vollendung in sich.

Hier kann es nur verlieren
und manchmal scheint der Künstler eher ein Jäger und Wilderer zu sein,
als ein Naturschützer.
Der Eine freut sich am Tod
der Andere am Leben.
Der Eine hängt ein ausgestopftes Tier an seine Wand,
der Andere weiß es lebt irgendwo da draußen.

Vieleicht sollte man die Werke dort lassen,
sie beobachten und füttern,
bis sie zahm zu einem kommen.
Dann sind sie keine Trophäen, sondern ein Teil des Lebens.
Dann bin ich „Kunstflüsterer“.

Dann zeige ich keine Werke, sondern sie werden bei mir gesehen.
Das Bild lebt dann frei, hier und dort.
Es ist.
Kunst.

Der Geist und die Dunkelheit

10. Dezember 2012

Wenn es hell ist
sehe ich Alles,
Meine Worte sind groß
und es kondensiert meine Zuversicht am Firmament.

So reite ich über das weite Land
und mein Pferd bringt mich immer nach Hause zurück.

Dann wird es dunkel
und ich sehe Nichts,
es regnet aus dem Himmel.
Selbst mein Pferd steht  ratlos im Nebel
und findet keinen Weg zurück.
Zu Hause ist eine Erinnerung die kaum noch wärmt.

Augen die ich nicht sehe
sehen mich.
Eine Stimme die ich nicht höre
hört mich.
Ich stehe in der Dunkelheit
und bin erkannt.
Gott schleicht im Finstern
und macht mir das Gegenteil von Angst.

Dann dämmert mir,
dass der helle Tag kein zu Hause war
und die dunkle Stunde nicht das Ende
sondern beides ist der lange Weg

zur letzten Treppe.