Kunstflüsterer

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Ich wurde gefragt: Was ist Kunst?

hier meine Sicht:
Sie besteht aus Inspiration.
Diese ist wie ein scheues Tier
tief im Wald der Eindrücke oder
manchmal auf der Lichtung der Gedanken.
Man entdeckt es unvermutet
überrascht von der Anmut
und beeindruckt vom geschmeidigen Gang in seiner Welt.

Dann trifft man eine Entscheidung:
Stürme ich los,
jage es aus seiner Welt
strecke es nieder
stopf es aus
und hänge es an die Wand.
Als Trophäe meines Könnens
schaut es tot in den Raum.

oder

ich setze mich auf den Boden,
atme mit der Erde,
staune und schaue schweigend,
fütter es mit der Hand
bis wir uns kennen
und ich das sanfte Fell spüre.
So malt es sich in meine Seele.

Dann behält es sein Leben,
seine Würde und den Respekt.
Das Bild ist ein Fenster an der Wand,
der offene Raum zwischen zwei Welten.

Hier leben und von dort wissen –

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Ich bekam heute eine mail von jemandem
der von mir ein Bild
zum neuen Jerusalem sehen / haben wollte …
Das habe ich noch nie gemalt
weil weder die Klarheit noch die Schönheit
und schon garnicht das Leben darin
darstellbar sind.
Aber das Motiv hat mich gepackt
und ich habe meine gesammelten Werke
zusammengestellt um wenigstens ein Bisschen
von der anderen Welt und der
ganz großen Feier zu spüren …
Dort ist reich aufgedeckt
und die Schwerkraft aufgehoben.
der Leuchter steht fest auf dem Tisch
und seine drei Lichter verlöschen nicht
Es ist übervoll eingeschenkt
sogar die Gebäude wehen im Wind.
Alles ist voll Leben,
das Licht ist überall
u
nd die Klarheit verschlägt einem den Atem

 … und ich bin hier
und weiß von dort.

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Mut zur Brücke

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Hab so nachgedacht:
Es scheint immer richtig zu sein
über den Frieden zu sprechen,
aber wer schließt ihn?
Wer hat den Mut zur Brücke
über den Abgrund der Menschen?
Einer ist immer der Erste.
Egal wie tief die Schlucht,
egal wie unsicher der Gang.

Bin ich es
oder ist es Er?

Sich zur Schönheit gesellen

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… und sich vor Schönheit verneigen.

Es ist mir immer wieder eine Freude die Natur zu fotografieren
und eine Ehre meine Kunst wenigstens eine kleine Weile
zu der des Meisters zu gesellen.

Es ist wie
ein Bisschen bei einander sein,
eine kleine Begegnung zwischen Erdenbewohner und Himmel
ein bescheidener Dank, dem wirklich großem Könner,
Freude zurückgegeben,
Kunstgeflüster

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Tulpen-Wiese-Tropfen-Farben-satt-web

(Weil es so Freude macht
habe ich viele Variationen dieses Motives gemacht,
weitere kann man hier im shop sehen.)

Die dunkle Stunde (Karfreitag der Menschen)

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Wer kennt das nicht: ratlos (kniet) man da, es ist nicht „alles vollbracht“,
sondern es scheint alles verloren. Solche Zeiten vergisst man nicht,
selbst wenn man es wollte. Manchmal will man sie auch erinnern,
weil ihr Schmerz die andere Welt gezeigt hat.
In einer meiner dunklen Stunden wurde es plötzlich sehr eng …
der Flur war voller Engel  – „eng unter Engeln“ habe ich das Bild genannt
… schade, dass ich sie nicht sehen konnte,
aber innen leuchtet schon die Hoffnung.
Mit einer Weihnacht-Lichterkette,
einer Säge und ein paar Leisten wurde das mein erstes leuchtendes Original.
Perfekt für einen dunken Flur.
So hell ist es in den Terrortagen auch nicht gerade um uns her.
Der Wunsch nach Frieden ist bei den Menschen archaisch:
Wir hoffen, wir schreiben, wir singen, wir malen …
Auf Ostern!

Meine TV-Sendung 2015 zur Kunst und dem Leben

Mischko-ERF-Studio

2015 wurde ich zum 3. Mal zum TV Sender ERF eingeladen um über mein Leben und die Kunst zu sprechen.
Ich fand die Atmosphäre sehr angenehm und offen.
Wer möchte kann sich hier 25 Minuten meine neuen Gedanken zur Kunst anhören und ansehen: Hier sehen
Freu mich wenn es Euch inspiriert!

Das System der Systeme

02_Systeme
Seit 10 Jahren denke ich über dieses Thema nach,
hier versuche ich die Essenz der Gedanken
zu beschreiben und zu bemalen:

Was Erleuchtung war
ist zur Verblendung geworden
Was einmal gelebt hat,
wird als tote Hülle
auf religiösen Prozessionen weitergetragen,
beworben von Hochglanzflyern
voller Worte glühender Liebe
die dann eiskalt die Zähne fletscht
wenn dem System nicht gehuldigt wird.
03_Systeme
Das System ist wie ein Trichter:
je tiefer drinnen desdo enger.
Es wirbt mit Freiheit
hat aber für sie keinen Platz.
Es beginnt mit liebevoller „Familie“
und verkommt zum Wachpersonal steiler Hyrarchien.
Es redet von Weite und Tiefe,
Weit und tief ist dann nur der Abgrund
von verleugneter Angst und Unglück.
05_Systeme
Mit dem Druck der Ewigkeit wird
beschönigt und verdrängt
ausgegrenzt und ausgebrannt.
Um jeden Preis versucht das System sich selber zu erhalten.
Dabei erlöscht es was anzünden will,
verhindert was es bewirken sollte.
Ladet verzweifelt Menschen ein
und verscheucht zugleich deren Seele.

Es ist sein eigenes Ende.
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Was bleibt ist Glaube, Liebe und Hoffnung
diese drei passen in kein System.

Am wenigsten die Liebe: sie ist zu groß!

Hymne der Negativisten

Michael Willfort des Foto.

Heute bin ich um 5:30 aufgewacht und habe
die Hymne der NEGATIVISTEN geschrieben:

Sie stellen die negativen Erlebnisse und Gefühle
in die Vitrinen ihrer Lebensfußgängerzonen,
statt sie in der Hintergasse der Mülltonne zu übergeben.
In ihren armseligen Prunkstädten
kann man nur Abfall essen:
das Bisschen Positive was sie auch noch verwerfen.
Den meisten von ihnen geht sogar die Sonne täglich unter,
– wahrscheinlich weil sie im Westen leben.
Komischerweise würden 90% aller Menschen
auf der Stelle mit ihnen tauschen
– weil sie Alle fast Alles haben!

Das Bild kann man drehen 🙂  je nachdem wie man leben will.