Nicht von dieser Welt



… ist es wenn wir uns treffen:

Es hat den Glanz vom großen Tag,
wenn die Religion ein Ende hat
weil man endlich sieht.

Es hat diese Ruhe
bei der Nichtstun eine Disziplin ist,
sich mitbringen das Geschenk.
Verstanden sein beendet die Fragen
und Erklärungen verstummen.

Wir reden nicht mit Worten.
Sein ist unsere Sprache,
da wird Angst Vertrauen geschrieben
und für Sorgen fehlt der Ausdruck,
weil Alles in seiner Welt ertrinkt

Seine meine gewinnt;
und bleibt.

Treue

25.August.2010

(habe gerade meine Gedanken zur Treue vom 6.1.2006 gelesen)

Ich sehe immer mehr Leute die schwach werden.
Wie ich, haben sie stark begonnen
und ihre Worte waren wie Zement in den Fugen ihrer Kraft.

Wie alles von der Erde bröckelt dieser Bau
die Worte geben keinen Halt
und die Steine verwittern im Wind.
Sie hatten ihr ganzes Leben Gott anvertraut,
ihm Treue geschworen bis ans Ende,
doch bevor das Ende kommt
ist ihre Kraft gealtert,
aber ihre Zeit ist nicht abgelaufen.
So fällt der Vorhang ab
und es gibt noch Zeit zu sehen was enthüllt wird:

Die andere Seite der Treue
die vor Eifer kaum gesehen
und die emsig bekleidet wurde mit Bekenntnissen.
Ihre Schönheit konnte nur kurz aufstrahlen,
bevor sie in Zeugnissen und blinder Selbstbezogenheit verschwand.

Die andere Seite wird dann sichtbar.
Wie schön ist es wenn die Fetzen fallen
die das Gold bedecken,
wenn der Staub sich legt
und man das Eigentliche sieht.
Wenn noch Zeit ist zu betrachten
und die Kraft zum Wirbeln erlahmt,
dass der Schatz nun endlich glänzt.
Vorsichtig staunt man dann über die Treue,
die in Geduld das eifrige Strampeln der Menschen überdauert.
Sie bleibt wie ein fixer Stern
hinter vorbeiziehenden Wolken.
Sie hält selber was sie fordert
und vergeht nicht
sie bleibt
Treue von Gott..

Das Leben an der Bucht

… der Delphine.
Wenn man dort flach ins Wasser schaut
dann spiegelt sich die Außenwelt.
schaut man steiler rein
erkennt man mehr,
tauchen
läßt wissen.

Ich wohne an der Bucht,
wo die Delfine leben.
Wenn sie nicht zu sehen sind,
weiß ich: sie sind da irgendwo.

Wenn sie auftauchen,
jubeln und kreischen die Touristen,
mir zwinkern sie zu.

August 2010

liebes Geheimnis

19.August 2010
Eigentlich geht es mir wirklich gut,
das Schwere ertränke ich meist in Gutem;

trotzdem habe ich  letztens mal diese blöde Frage gestellt,
warum Gott das Schwere und Schmerzhafte „zugelassen“ hat,
das fragen doch immer die Leute…

da war es mir klar:
DAS ist mein liebes Geheimnis,
ich kenne es so gut:

Es ist unser Ding:
so oft mit Staunen
und auch  mit Tränen beweint:
es ist nur bei mir und Gott.
Wir halten es so:

Er kennt die Antwort
ich nicht.

Das Liebesgeheimnis

An einem einzigen Tag

… zum Beispiel heute (14.August 2010) habe ich zugleich:

seit 18 Jahren eine Frau –
und zusammen mit ihr drei gesunde Kinder.

Eine Arbeit –
mit der ich Geld verdiene.

Kollegen –
die Freunde wurden.

Freunde –
die mich verstehen.

Begabungen –
die ich ausüben kann.

Geld –
alles zu kaufen was ich brauche.

Kleider –
genug.

Gunst –
bei Gott und Menschen.

Untermauert –
von glücklicher Kindheit.

Umgeben –
von großer Verwandtschaft und Sicherheit.

Einen einzigen solchen Tag erleben –
wünschten sich Viele!

eigenartige Freundschaft

… und seltsame Verwandschaft:

Der Eine weiß Alles
der Andere fast Nichts,

Der Eine sieht den Anderen dauernd
der Andere den Einen nicht.

Des Einen Welt ist auch dort
des Anderen Welt ist nur hier.

Dem Einen ist alles möglich,
dem Anderen viel weniger

Der Eine lebt immer,
der Andere jetzt

Der Eine ist der Vater
der Andere sein Kind.

Beide
beste
Freunde.

Selber glauben

Wenn es riskant wird,
spürt man ihn
-den Glauben.

wenn alle zuschauen
und einer geht
-dorthin, wo nicht
jeder hin will.

gezogen von Überzeugung
-die man nicht erklären kann.

intensiv
-kann das Leben sein.

Eigenartiges Zu Hause

„Wer zu Gott kommt,
der kommt nach Hause.“


So sagt man es, und so erlebt man das auch.
Wahrscheinlich treibt einen die Sehnsucht nach Sicherheit in ein Haus,
dorthin wo man sich geborgen fühlt,
umgeben von Wänden und einem Dach über dem Kopf,
geschützt vor den Gefahren dieser dunklen Welt.

Öffnet sich dann die Tür,
und tritt man endlich ein,

scheint drinnen die Sonne,
und man steht im Freien.
Die Wände gibt es nicht,
und ungewohnt erkennt man:
Hier ist keine Gefahr.
Hier ist der Himmel!

Der Menschenflüsterer

Unsere Tochter ist Tierflüsterin:

Sie lässt scheue Eidechsen über den  Arm laufen,
füttert Spatzen aus der Hand,
und zähmt unsere Haus(Raub)Katze,
dass sie butterweich in ihren Armen liegt …

… wie bei mir und Gott,

er spricht meine Sprache,
wenn er mich nur anschaut,
-der Menschenflüsterer.