Auf dem Weg zu mir

Haus-web
eigentlich wollte ich ein altes Bild weiß übermalen, weil es mir noch nie richtig gefiel. Plötzlich erzählt es mir seine Geschichte:
Mein Haus im Sturm und auf dem Wasser geht einer. Bin es ich oder ist es er – oder sind es wir beide? Es ist wohl das Leben … hier wo man noch nie ganz zu Hause ist…
In einem kleinen Video versuche ich das im Atelier in Worte zu fassen. Wer 3 Minuten „Besinnung “ brauchen kann….

Eigenartiges Zu Hause

„Wer zu Gott kommt,
der kommt nach Hause.“


So sagt man es, und so erlebt man das auch.
Wahrscheinlich treibt einen die Sehnsucht nach Sicherheit in ein Haus,
dorthin wo man sich geborgen fühlt,
umgeben von Wänden und einem Dach über dem Kopf,
geschützt vor den Gefahren dieser dunklen Welt.

Öffnet sich dann die Tür,
und tritt man endlich ein,

scheint drinnen die Sonne,
und man steht im Freien.
Die Wände gibt es nicht,
und ungewohnt erkennt man:
Hier ist keine Gefahr.
Hier ist der Himmel!

Mein letzter Tag


Irgendwann dachte ich plötzlich an den letzten Tag meines Lebens.
Wie ich vor der Tür stehe
zu diesem herrlichen Haus.
Was war es für ein langer Weg bis hierher,
Es hat so viele Jahre gedauert ihn zu gehen,

Seit ich die Einladung damals bekam
im Dunkel meines Zimmers.

Sie hat mich nicht losgelassen,
und ich habe sie nicht losgelasssen.
Ich fiel hin und am Boden liegend merkte ich:,
sie klebt an mir.
Da stand ich wieder auf und
musste durch Gestrüpp und starken Wind,
– sie riss sich nicht los.
Schöne und schlechte Tage kamen und gingen,
und ich erkannte sie war mehr als das Papier,
sie war sogar die Luft die sie umgab:
sie wurde ein Teil von mir,
ich war die Einladung.
und sie und ich,
wir hatten einen festen Entschluss:

Diesen Tag und dieses Haus:
um den zu sehen der sie schrieb:
Gott.

Vor dem Haus
wurde das Papier eingerissen
und fiel auf die Erde.
Ich aber war drinnen.