Befreien müssen sich nicht nur Menschen;
immer wieder befreit sich Gott
von menschlichen Vorstellungen.
Damit man ihn sehen kann.
(weil die Farben in meinem Atelier gefroren sind,
feiere ich die Kunst mit Skizzen.)
Vielen Dank für all das Lob in den vielen Kommentaren,
die ich über den ERF , facebook und Mails
anlässlich der TV Sendung bekommen habe.
Hätte mir jedes einrahmen können!
Wer so viel Gutes über einen anderen schreiben kann,
muss selber viel haben.
Danke für eure Großzügigkeit!
„Wer zu Gott kommt,
der kommt nach Hause.“
So sagt man es, und so erlebt man das auch.
Wahrscheinlich treibt einen die Sehnsucht nach Sicherheit in ein Haus,
dorthin wo man sich geborgen fühlt,
umgeben von Wänden und einem Dach über dem Kopf,
geschützt vor den Gefahren dieser dunklen Welt.
Öffnet sich dann die Tür,
und tritt man endlich ein,
scheint drinnen die Sonne,
und man steht im Freien.
Die Wände gibt es nicht,
und ungewohnt erkennt man:
Hier ist keine Gefahr.
Hier ist der Himmel!
Kurz nach der Mongolei war ich in der Kathedrale von Winchester.
Der Bishof hatte mir erlaubt dort zu malen.
war es Weihnachten und u.a. entstand dieses Bild:
Ich finde es eigenartig und habe heute lange darüber nachgedacht:
Diese riesigen Säulen trennen 2 Welten
und stehen doch mitten in unserem Bewusstsein:
Rechts ist die Krippe, sie steht im Freien auf den uralten Fußböden unserer Geschichte.
Links ist die Kathedrale, das gewaltige fromme Gebäude,
welches wir Menschen aus diesem kleinen Anfang gemacht haben.
Wir bauen es so hoch, dass es den Himmel bedeckt,
es kann aber den Himmel über der Krippe nicht schließen.
Dort ist der Himmel hell und der Horizont dunkel,
hier ist der Himmel dunkel und das Licht wird durch Fenster gefiltert,
damit man in unseren Hallen überhaupt was sieht.
– auf die Krippe scheint es direkt.
Kann man nicht rausgehen und in Ehrfurcht betrachten,
ohne was (drumherum) zu bauen?
Kann man das Reich Gottes nicht in Ruhe lassen?
– und sich von IHM bauen lassen (!)
Unsere Tochter ist Tierflüsterin:
Sie lässt scheue Eidechsen über den Arm laufen,
füttert Spatzen aus der Hand,
und zähmt unsere Haus(Raub)Katze,
dass sie butterweich in ihren Armen liegt …
… wie bei mir und Gott,
er spricht meine Sprache,
wenn er mich nur anschaut,
-der Menschenflüsterer.
So verwandelte sich der Engel 221009 in den Engel 221109 genau einen Monat später. So wartet er auf das nächste mal an dem ich Zeit habe … zum Malen!
Für die es nicht wissen: In meinem Atelier ist eine Platte auf die ich die restliche Farbe der großen Bilder male. Immer übermale ich den vorigen Engel. (bis ihn wer haben will, dann geht’s von vorne los)
Hier hatte ich gerade „So Bin Ich“ gemalt.
… 21.12.2009: vor ein paar Tagen ist er nach Mannheim „geflogen“. Dort schaut er aus einem schönen sibernen Rahmen in eine Arztpraxis, www.praxis-dr-schwake.de weil der Arzt mal das sichtbar machen wollte was man nicht sieht.
Gott scheint zugekleistert von diesem Zeug.
Da sind so viele Vorstellungen, Auslegungen, fromme Zwänge
und Veranstaltungen an ihn geklebt,
dass man ihn dahinter kaum noch sehen kann.
Das stört ihn schon lange.
Da steht er plötzlich auf,
und schüttelt sich kräftig.
Mit einem Zwinkern dreht er sich her und sagt:
„jetzt bin ich’s los! schau mich an: So Ich Bin“.
MIR gefallen die Menschen!
Originalgröße: ca.1,5m x 1m. Da sieht das anders aus wie 500 x 360 Pixel(!)