Geduld 2

„Gott, danke für deine Geduld….bla, bla, …“
und Gott versteht meine Aussage nicht.

Sie kommt von einem Anspruch den er nie gestellt hat.
Er hat nie vom Menschen erwartet keiner zu sein.
Er KENNT ihn,
daher IST er geduldig
… und gewinnt das Herz!

Der Zettel und die Schublade

Vor einigen Tagen habe ich noch einen Zettel mit dem Namen eines Kunst-
Interessierten in die Schublade gelegt in die all meine Kunst geschrumpft ist.

Ich dachte plötzlich wie klein doch die Dinge werden können die einst groß waren…
und mich befiel ein Gefühl der Ehrfurcht:

Der kleine Zettel, in der letzten Schublade ganz hinten im Wohnzimmer …
ich habe ihn mit Würde dorthin gelegt,

um das Große zu ehren wenn es klein ist.
Weil ich irgendwie die Äpfel in den Kernen sah.

Das wilde Pferd

Die Kunst ist wie ein wildes Pferd,
der weise Künstler reitet es zu
und beide erreichen das Ziel.

(mein Pferd steht zur Zeit im Kuhstall
und hat gerade wenig zu essen.
meine Arbeit ist sehr interessant
technisch kreativ ,
meine Frau arbeitet auch
und unsere  Familie ist lebendig.)

Ich gehe manchmal in den Stall
um es zu streicheln(!)

Mein letzter Tag


Irgendwann dachte ich plötzlich an den letzten Tag meines Lebens.
Wie ich vor der Tür stehe
zu diesem herrlichen Haus.
Was war es für ein langer Weg bis hierher,
Es hat so viele Jahre gedauert ihn zu gehen,

Seit ich die Einladung damals bekam
im Dunkel meines Zimmers.

Sie hat mich nicht losgelassen,
und ich habe sie nicht losgelasssen.
Ich fiel hin und am Boden liegend merkte ich:,
sie klebt an mir.
Da stand ich wieder auf und
musste durch Gestrüpp und starken Wind,
– sie riss sich nicht los.
Schöne und schlechte Tage kamen und gingen,
und ich erkannte sie war mehr als das Papier,
sie war sogar die Luft die sie umgab:
sie wurde ein Teil von mir,
ich war die Einladung.
und sie und ich,
wir hatten einen festen Entschluss:

Diesen Tag und dieses Haus:
um den zu sehen der sie schrieb:
Gott.

Vor dem Haus
wurde das Papier eingerissen
und fiel auf die Erde.
Ich aber war drinnen.

Sehnsucht nach der Wüste

Ich will am liebsten die Brandung vom Pazifik sehen,
wie sie in der Sonne bricht und ohne Aufhören rollt
um ihr gewaltiges Donnern in friedliches Rauschen zu verwandeln.

Wo die Vögel fliegen
und die Pelikane ihre Tradition an den Wellenbergen segeln.
Wo der Mensch nur schauen kann und die Ausstrahlung des Meeres
und die Größe der Natur ihm weit überlegen sind.
Wo er klein ist und seine Worte Nichts zählen,
weil sie in der Weite der Wüste sogleich von Sand aufgesaugt werden,
der mit Endlosigkeit antwortet.
Wo man den Seelöwen und Delfinen zuschaut in ihrer Welt,
deren Weite und Freiheit das eigene Gefängnis offenbart,
so dass man schweigt, weil die Stille einem in die Ohren drückt.

Ehrfurcht verschlägt einem die Worte
und Tränen sind die Sprache
mit der man dieser Gegend angemessen Ausdruck verleiht
um zu stammeln was man schon fast vergessen,
was einem diese eckige Welt entrissen hat.

Das war mal mein Land,
kurze Zeit war ich ein Teil davon.
Es waren die glücklichsten Mommente:
dem Ursprung so nahe zu sein,
der Erde aus der man genommen ist.

Wenn man sie nicht durch Asphalt, Zäune und Besitz mit Füssen tritt,
sondern mit Haut und Gefühl dazu gehört,
von ihr aufgenommen ist
und Hochachtung und Respekt das kurze Miteinander bestimmen.